"Haindling (...) ist ein gutes Beispiel dafür,
wie eine Region gegen den Heimatverlust zusammenarbeitet". (Katharina
Putz, Bay. Rundfunk) |
Das kleine, weiße Gebäude im Ortskern von Haindling mit den leuchtend
grünen Fenstern ist das Zentrum des Eiskeller-Vereins. Dahinter
verbirgt sich ein Bündel an Aktivitäten für Dorfgemeinschaft und
Auswärtige. Der Eiskeller ist Treffpunkt für Jung und Alt, Laden
und Ort der Kultur und Heimatpflege in einem.
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Der Eiskeller war früher...
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Der Eiskeller ist heute...
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... tatsächlich ein Eiskeller.
Früher heißt bis in die 1950er. Der Haindlinger Dorfwirt
nutzte das kleine Zweiraum-Gebäude als Bierlager. Jeden
Winter wurde es "eingeeist". Das heißt, die Haindlinger
Männer schlugen Eisklumpen aus dem Dorfweiher und brachten
sie mit Fuhrwerken zum Eiskeller. Dort hielt das Eis bis
zum Sommer - das Bier, solange es der Durst der Haindlinger
und der Wallfahrer zuließ.
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... ein Ort zum sich zu Hause zu fühlen.
Seit August 2004 gibt es den gleichnamigen Verein. Heimatverbundenheit,
eine herzliche Atmosphäre und der Blick über den Tellerrand
sind den Vereinsmitgliedern gleichermaßen wichtig. Ehrenamtlich
betreiben sie den Eiskeller. Gäste finden regionale und globale
Geschenke genauso wie ein Gespräch oder etwas zu essen oder
zu trinken in der kleinen, weltoffenen Lokalität.
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Warum wurde er erhalten?
2003/2004
gab es Überlegungen im Geiselhöringer Stadtrat, den Eiskeller
abzureißen. Von einer Bus-Wendeplatte oder einem Parkplatz war
da die Rede und vom Entfernen eines "Schandflecks". Das rief die
beiden Initiatorinnen Claudia von Thun und Christine Reitinger
auf den Plan. Mit Nachdruck setzten sie sich für den Erhalt des
leer stehenden und herunter gekommenen kleinen Hauses ein. Gemeinsam
mit acht weiteren Mitstreitern - den späteren Gründungsmitgliedern
des Vereins -, der Stadt Geiselhöring und vielen fleißigen
Helfern haben sie nicht nur das charakteristische Gemäuer erhalten
und wiederbelebt, sondern auch das dörfliche Miteinander. Mit
großem persönlichem Einsatz und viel Liebe zum Detail wurde der
Eiskeller das, was er heute ist: Provinz im besten Sinne.
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